Früh interessierte ich mich für Raumfahrt und Astronomie. Es wurde keine Lektüre zum Thema ausgelassen (das Internet gab es ja zu der Zeit noch nicht).
Das erste eigene Teleskop war ein Eigenbau aus einer Brillenlinse, Einzelteilen aus einem Optikbaukasten und einem PVC-Rohr. Die Daten dieses Teleskopes: Öffnung 20mm/ Brennweite 1000mm. Das ganze wurde durch eine selbst gebaute azimutale Gabelmontierung gehalten und mit einer Klemme am Fensterbrett befestigt. So konnte ich bequem von meinem Fenster Richtung Süden den Himmel überblicken. Es war eher zur Beobachtung von Planeten und Mond geeignet. Zu dieser Zeit machte ich auch meine ersten Versuche mit einer Spiegelreflexkamera vom Typ Praktica Exa 1b. So entstanden Strichspuraufnahmen und mein erstes Foto des Mondes durch ein Teleskop. Später kam ein monokularer 8x30 Feldstecher von Carl Zeiss Jena dazu.

Ab 1977 konnte ich in der Arbeitsgemeinschaft Astronomie an der Polytechnischen Oberschule in Großfurra das Schulfernrohr "Telementor" 63/840 auf parallaktischer Montierung und einen 100/1000 Refraktor älteren Jahrganges auf azimutalerer Montierung nutzen. Ich erinnere mich noch sehr gut an den ersten Blick durch den "Telementor" auf den Mond. Ein Eindruck, welcher eine Begeisterung in mir weckte, die bis heute anhält.

Nach der Wende gab es für mein Hobby dann eine größere Pause, welche etwa bis zum Jahr 2000 dauerte. Durch Infos aus dem Internet (diverse Foren und neue Bildaufzeichnungs- und Bildbearbeitungsmöglichkeiten am PC) kam der Wunsch auf, dem alten Hobby wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Es folgten diverse Anschaffungen an Teleskopen. Am Anfang stand ein Newton 115/900 auf Montierung EQ-2, eine sogenannte Russentonne (Maksutov-Cassegrain Spiegelobjektiv) 100/1000, ein Celestron Schmidt-Cassegrain C9,25 235/2350 auf einer Montierung H-EQ-5 (später einer Celestron CGEM) und ein TS RFT 805 Refraktor 80/500.

Ende 2015 machte ich meinen Traum war und erwarb einen farbreinen 5 Element Flatfield APO Refraktor vom Hersteller Williams GTF-81/535. Das "First Light"  im Januar 2016 am Mond war überwältigend und erinnerte mich an die Tage der Arbeitsgemeinschaft Astronomie während meiner Schulzeit (nur ohne Farbsaum wink ). Verwendet werden hierbei parallaktische Montierungen wie die Synta H-EQ-5, Celestron CGEM sowie meine neue Reisemontierung Skywatcher Star Adventurer.


Seit 2011 sind Peter und ich nun schon die Initiatoren des Astronomietages hier in Sondershausen, von dem wir hier regelmäßig berichten. Unser Team hat in den letzten Jahren viele neue Mitglieder hinzugewonnen.